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Das AIMS-Spital (Amrita Institute of Medical Sciences)

Die meisten der Gesundheitsprobleme, mit denen Indien kämpft, könnten laut der Weltgesundheitsorganisation WHO behoben werden. Das Ausmass von Krankheitsfällen in Indien ist erschreckend: So gibt es schätzungsweise 41 Millionen Fälle von Diabetes und rund 60 Prozent aller Herzerkrankungen und 50 Prozent aller Fälle von Blindheit weltweit betreffen Inderinnen und Inder. Es sind nicht unheilbare Krankheiten, aber es fehlt am allgemeinen Interesse und Willen, die Probleme anzugehen.

Hochstehende Medizin für alle

Die Klinik AIMS entstand aus Ammas Wunsch, für alle, auch für nicht oder nur eingeschränkt zahlungsfähige Patienten, eine hervorragende und erschwingliche medizinische Behandlung zu ermöglichen. Das 1.300-Betten-Spital mit einem angeschlossenen Universitätskrankenhaus mit 400 Betten umfasst 12 Fachkliniken, 12 dazugehörige medizinische Abteilungen und 24 Operationssäle. Ausserdem verfügt es über eine 210-Betten-Intensivstation.

Die Betreuung der Patienten wird zudem durch hochmoderne Kliniklabore und Geräte für Körperscans ergänzt. Das auf EDV basierende und voll vernetzte Krankenhaus-Informationssystem ermöglicht die rasche Übermittlung von Befunden an die Chirurgen und Ärzte.

Über 5 Millionen Patienten behandelt

Seit seiner Eröffnung 1998 behandelte AIMS und seine Satelliten-Krankenhäuser und Kliniken mehr als 5.5 Millionen Patienten. Mehr als 2 Millionen Patienten erhielten kostenlose Behandlung. AIMS ist das erste Universitätskrankenhaus, das vom nationalen indischen Akkreditierungsamt für Krankenhäuser und Gesundheitsdienstleistungen anerkannt wurde.

Diabetes-Prävention

Diabetes ist eine der am meisten verbreiteten lebensbedrohlichen Krankheiten in Kerala. Die Amrita-Vereinigung für Diabetesfürsorge wurde von der Endokrinologie-Abteilung von AIMS ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für Diabetes zu erhöhen und kostenlos Insulin an Bedürftige abzugeben. Die Vereinigung organisiert regelmässig medizinische Camps.

Cleft-Krankheit

Die Cleft-Krankheit (angeborene Lippen-Kiefer-Gaumenspalten) ist die vierthäufigste Fehlbildung in der Welt. In Indien werden jährlich 35’000 Kinder damit geboren. AIMS führt Korrekturoperationen durch und veranstaltet kostenlose Camps zur Behandlung neuer Fälle.

Telemedizin im Einsatz für die Katastrophenhilfe

2002 gründeten AIMS zusammen mit der indischen Raumforschungsorganisation (ISRO) das erste Zentrum für Telemedizin in Kerala. Die Telemedizin ermöglicht die Diagnose und Therapie zwischen Arzt und Patient oder zwischen zwei sich konsultierenden Ärzten mittels Telekommunikation. 

AIMS verfügt über eine mobile telemedizinische Einheit, einen Bus, der modernste Medizintechnik in die entlegensten Gebiete bringt. Der Bus wurde 2008 per Zug nach Bihar transportiert und dort bei der Überschwemmung eingesetzt.

Telemedizin für Afrika

Am 4. Mai 2009 wurde der telemedizinische Dienst von AIMS Teil von Indiens PAN-Afrikanischem telemedizinischen Netzwerk. Mit diesem telemedizinischen Netzwerk versorgt AIMS Gebiete in Benin, Burkina Faso, Gabun, Gambia, Ghana, Äthiopien, Mauritius, Nigeria, Ruanda, Senegal und den Seychellen mit einem elektronischen Gesundheitsservice.

Schmerz- und Palliativtherapie zuhause

Seit 1999 bietet diese Abteilung liebevolle Pflege und psychologische Unterstützung für verarmte Patienten mit unheilbaren Krankheiten. Die Ärzte besuchen die Patienten zuhause, verabreichen Medikamente, beraten die Familien und beaufsichtigen die Pflege. Jährlich werden 75.000 Patienten untentgeltlich versorgt.

Kostenlose, medizinische Beratung

Das AIMS-Krankenhaus bietet jährlich kostenlose Behandlungen in mehr als 100 Gesundheits-Camps in armen Gegenden an. In Augen-Camps werden die Menschen auf grauen Star untersucht. Die Patienten werden bei Bedarf zur kostenlosen Operation an das AIMS- Krankenhaus überwiesen.

AIMS-Katastrophenhilfe

Die AIMS-Katastrophenhilfe hat hunderte medizinischer Camps während Katastrophen durchgeführt z. B. bei dem Erdbeben 2001 in Gujarat, dem Tsunami im Indischen Ozean 2004, den Überschwemmungen in Mumbai 2005, der Chikangunya-Epidemie in Indien 2006, der Überschwemmung in Bihar 2008 und beim Wirbelsturm 2009 in West-Bengalen. 2010 führte AIMS an 765 Patienten kostenlose Operationen am Grauen Star durch.

Zentrum für ganzheitliche Medizin

Das AIMS-Zentrum für ganzheitliche Medizin bietet Behandlungen für verschiedene Krankheiten; dabei wird moderne Medizin mit Yoga, Ayurveda und Naturheilkunde verbunden.

AIMS karitative Krankenhäuser und Gesundheitszentren:

  • Kalpetta, Kerala
  • Amritapuri, Kerala
  • Pampa, Kerala
  • Mysore, Karnataka
  • HIV/AIDS Pflegezentrum Trivandrum (Kerala)
  • Amrita Kripa Sagar: Hospiz für Krebskranke
  • Gesundheitszentrum in Port Blair (Andaman Inseln)